Grußwort

palliativ · leben im grenzland

Seien Sie herzlich eingeladen zum DGP Kongress 2026 nach Freiburg – ins geographische Grenzland zu Frankreich und zu der Schweiz.

Im Grenzland befinden wir uns immer wieder auch in der Palliativen Sorge: Grenzen medizinischer Möglichkeiten, Grenzen persönlicher Belastungen, Grenzen in gesellschaftlichen Debatten.

Was bedeutet es, in und mit diesen Grenzen zu leben? Können und wollen wir Grenzen verändern? Wie können aktuelle Forschungsergebnisse, innovative Versorgungsformen und Änderungen im gesellschaftlichen Werteverständnis Impulse geben, konstruktiv mit Grenzen umzugehen: im Spannungsfeld von Akzeptanz und Überwindung – zum Wohle der Patient:innen und ihrer Zugehörigen – im Einklang mit unseren Bedürfnissen und Grenzen als Begleitende?

Kommen Sie nach Freiburg, tauschen Sie sich über (Berufs-)Grenzen hinweg aus, vernetzen Sie sich mit Anderen und lassen Sie sich in Ihrer und für Ihre Arbeit inspirieren.

DGP 2025 Label

Untrennbar verbunden mit Freiburg und dem Schwarzwald sind unsere Kuckucksuhren.
Entwickelt aus schwierigen Lebensverhältnissen im Schwarzwald, die Menschen zu erfindungsreichen Tüftlern werden ließen, steht die Kuckucksuhr symbolisch für Innovation „made in Schwarzwald“. Uns in der Palliativen Sorge Engagierte erinnert die Uhr auch an die Vergänglichkeit. Lassen wir uns also inspirieren, weiterhin erfinderisch und innovativ zu sein und wie der Kuckuck auf unserem Logo in der enteilenden Zeit das Leben zu feiern.

Prof. Dr. Gerhild Becker

Prof. Dr. Gerhild Becker

Tagungspräsidentin

Dr. Verena Wetzstein

Dr. Verena Wetzstein

Tagungspräsidentin

Updates

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INTERVIEW // Kongresspräsidentinnen

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Was bedeutet es für Sie persönlich, den DGP-Kongress 2026 in Freiburg auszurichten?
Prof. Dr. Becker / Dr. Wetzstein:
Für uns ist es eine Freude, den Kongress in Freiburg auszurichten – an einem Ort, an dem die aus der Hospizidee entstandene Palliativmedizin seit vielen Jahren klinisch und wissenschaftlich gewachsen ist. Den DGP-Kongress hier auszurichten, ist eine große Ehre, und die Chance, zu zeigen, wie wichtig die Arbeit der Hospizbewegung und eine qualitätsgesicherte und zeitgerechte Palliativversorgung sind.
Gleichzeitig sehen wir die symbolische Kraft des Ortes. Freiburg im Dreiländereck steht für Begegnung, und genau darum geht es in der Palliative Care: um Begegnung an Grenzen. Medizinischen, existenziellen, spirituellen.

Welche Grenzen im Palliative-Care-Bereich beschäftigen Sie aktuell besonders?
Prof. Dr. Becker: Wir erleben einen beständigen Zuwachs an Optionen und eine enorme Dynamik in der Medizin. Therapien werden immer differenzierter, aber nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll. Die Frage nach dem richtigen Maß von Tun und Lassen begegnet uns im klinischen Alltag sehr konkret, etwa bei hochbetagten oder multimorbiden Patientinnen und Patienten.
Pflegefachpersonen tragen oft die Hauptlast komplexer Versorgungssituationen. Begrenzte Ressourcen im Gesundheitswesen und der Fachkräftemangel, aber auch emotionale Belastungen sind reale Grenzen, die wir nicht theoretisch, sondern strukturell angehen müssen.
Eine weitere Grenze zeigt sich in Gesprächen: Wie sprechen wir über Prognosen und limitierte Therapiemöglichkeiten? Wie über das Sterben? Hier spielen Werte-Klärung, Therapieziel-Findungsgespräche und ethische Fallbesprechungen eine wichtige Rolle, ebenso wie der Umgang mit dem Unverfügbaren und die Spiritual Care. Gute Palliative Care braucht diese Räume, sonst bleiben Entscheidungen rein technisch. Grenzen sind für uns daher nicht nur Begrenzungen, sondern Orte der Verantwortung. Der Theologe Paul Tillich beschreibt die Grenze übrigens als fruchtbaren Ort der Erkenntnis.

Welche gesellschaftlichen Grenzdebatten bewegen Sie besonders?
Dr. Wetzstein: Ich erlebe die Debatten etwa um den assistierten Suizid, um Therapiebegrenzung und Autonomie und andere als äußerst intensiv. Selbstbestimmung ist ein hohes Gut, aber wir dürfen nicht übersehen, wie verletzlich Menschen am Lebensende sind. Als Ethikerin erlebe ich, wie stark sich gesellschaftliche Erwartungen verändert haben: Selbstbestimmung wird zu Recht betont, zugleich sehen wir Menschen, die sich allein gelassen fühlen. Diese Spannung dürfen wir nicht verkürzen. Aus medizinischer Sicht stellt sich zusätzlich die Frage nach gerechtem Zugang: Wer erhält spezialisierte Palliativversorgung? Wer profitiert von neuen Versorgungsmodellen und wer nicht? „Leben im Grenzland“ heißt für mich: Diese Spannungen aushalten und differenziert diskutieren.

Gab es einen Moment, in dem Sie beruflich eine Grenze besonders gespürt haben?
Prof. Dr. Becker: Es gibt Situationen, in denen medizinisch nichts mehr zu machen ist – und doch bleibt noch viel zu tun. Ich erinnere mich an Gespräche mit Patientinnen und Patienten ebenso wie mit Angehörigen, in denen nicht die Therapie, sondern das Zuhören entscheidend war.
In manchen Situationen geht es darum, auszuhalten, nicht aktiv helfen zu können und dennoch dazubleiben. Die Grenzen des medizinisch Machbaren zu respektieren und gleichzeitig als Mensch Resonanz zu zeigen, diese Momente verändern den Blick auf die Medizin.

Dr. Wetzstein: Mich berühren besonders Situationen, in denen existenzielle Fragen ausgesprochen werden: „Warum ich?“ oder „Was bleibt von mir?“ Hier wird deutlich, dass Palliative Care mehr ist als Symptomkontrolle. Seelsorge und Spiritual Care bedeutet, diese Fragen nicht zu übergehen, sondern sie ernst zu nehmen – auch wenn es keine einfachen Antworten gibt. Solche Erfahrungen lehren Demut.

Wo erleben Sie heute Mut und Hoffnung in der Palliativversorgung?
Prof. Dr. Becker: Mut sehe ich in Teams, die sich auf den Weg machen, den Hospizgedanken und die Palliative Care in ihrem jeweiligen Umfeld und in der jeweils passenden Art und Weise umzusetzen. Trotz möglicher Widerstände. Manche Wege entstehen erst im Gehen, und wenn Einzelne losgehen, erfüllt sich oftmals die Hoffnung, dass andere sich anschließen.
Mut und Hoffnung erlebe ich immer wieder auch bei unseren Patientinnen und Patienten und ihren Zugehörigen. Und ich möchte es noch ergänzen durch das Wort Zuversicht. Während Hoffnung beschreibt, dass etwas so ausgeht, wie man es sich wünscht, dass also zum Beispiel ein Symptom vollständig gelindert werden kann, beschreibt Zuversicht die Erwartung, dass es gut ausgehen wird, egal wie die Umstände sich entwickeln. Dabei ist Zuversicht eine individuelle Haltung, die wir nicht von außen herstellen können, aber wir können mit der Palliative Care ein Umfeld schaffen, in dem Zuversicht entstehen und wachsen kann.

Warum sollte man den Kongress 2026 nicht verpassen?
Dr. Wetzstein: Dieser Kongress ist mehr als eine Fortbildungsveranstaltung. Er ist ein Denk- und Begegnungsraum. Ich bin davon überzeugt: Palliative Care steht an vielen Grenzen gleichzeitig – medizinisch, pflegerisch, gesellschaftlich. Und genau dort entstehen neue Perspektiven. Dieser Kongress lädt alle ein, die Begleitung und Versorgung am Lebensende mitgestalten: Ärzte und Ärztinnen, Pflegefachpersonen, Therapeutinnen und Therapeuten, Forschende, Studierende, Seelsorgende, Ehrenamtliche und an den Themen Interessierte. Gerade an Grenzen entstehen neue Perspektiven. Und genau die brauchen wir jetzt.

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Anmeldung geöffnet & Vorprogramm online

Auch die Kongress-App ist live!
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👉 Vorprogramm anschauen: ZUM VORPROGRAMM

👉 Kongress-App herunterladen: Favoriten speichern, chatten und immer up to date sein. ZUR KONGRESS-APP.

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👉 Workshops & Seminare – Plätze ab sofort buchbar: Viele Formate sind erfahrungsgemäß schnell ausgebucht – sichern Sie sich daher rechtzeitig Ihren Platz. ZUR WORKSHOPÜBERSICHT

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Abstracteinreichung ist geöffnet

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Reichen Sie Ihr Abstract ein und nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Forschung, Projekte und Erfahrungen einzubringen und auf diesem bedeutenden Forum für Wissenschaft und Austausch in der Palliativversorgung zu präsentieren. Die Deadline für die Einreichung ist der 16. März 2026. Bitte beachten Sie: Eine Verlängerung der Einreichungsfrist ist ausgeschlossen.

Alle Richtlinien und das Einreichungsportal finden Sie HIER.

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Schirmherr Oberbürgermeister Martin Horn

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Wir freuen uns, dass Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn den 16. DGP Kongress als Schirmherr unterstützt: zum Grußwort.

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Save the date - DGP Kongress 2028 & 2030

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Jetzt bereits im Kalender markieren! Die Orte und Kongresspräsidien für 2028 und 2030 stehen bereits fest:

DGP 2028: 13. – 16.09.2028, Münster
DGP 2030: 25. – 28.09.2030, Würzburg

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