Workshops & Seminare

Alle Workshops und Seminare finden am 23. September 2026 statt und sind anmelde- sowie kostenpflichtig. Bitte beachten Sie, dass Workshops und Seminare nur in Verbindung mit einer Dauerkarte gebucht werden können.

Während ein Workshop stärker auf praktische Anwendung und Beteiligung der Teilnehmenden ausgerichtet ist und die Teilnehmendenzahl auf 20-25 beschränkt ist, liegt der Fokus bei einem Seminar eher auf Theorie und Wissensvermittlung.

Alle Workshops und Seminare werden zur Zertifizierung eingereicht.

Ganztages-Workshops und -Seminare (9:00 – 15:00 Uhr)

Workshop

Wahrhaftigkeit in der Kommunikation

Zeitraum: 9:00 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
Kommunikation ist das Herzstück der Palliativversorgung – weit über das Überbringen schlechter Nachrichten hinaus. Modelle wie SPIKES bieten hierfür wertvolle Orientierung, doch Palliativmedizin erfordert mehr: eine achtsame, reflektierte und situativ angepasste Kommunikation im interprofessionellen Team, mit Angehörigen, Stakeholdern und der Öffentlichkeit. Die Dynamik palliativer Situationen – geprägt von Unsicherheit, Zeitdruck, multiplen Perspektiven und komplexen Entscheidungen – verlangt nach erweiterten kommunikativen Kompetenzen.

Lernziele:
– Die Bedeutung von Kommunikation erläutern und an Bespielen von Crew Ressource Management analysieren
– Unterschiedliche Kommunikationsmodelle (4 Ohren einer Nachricht, Eisberg Modell, positive Kommunikation, Nähe – Distanz) und deren Bedeutung benennen
– strukturierte Methode zur Verbesserung der Teamkommunikation (z. B. Team-Check-in, SBAR) im eigenen Arbeitskontext beschreiben und anwenden
– schlechte Nachrichten überbringen können
– Techniken für die Kommunikation mit Angehörigen anwenden können
– zwei zur Emotionsregulation im Gespräch (z. B. empathisches Spiegeln, benennende Validierung) identifizieren und in Rollenspielen erproben, um sie gezielt im Berufsalltag einzusetzen.
– Elemente von Kommunikation mit Stakeholdern, digitale und wissenschaftliche Kommunikation benennen (z.B. Storytelling) erläutern

Zielgruppen:
Alle in der Palliativmedizin tätigen.

Workshopleiter:innen: Marcel Kamp, Brandenburg; Verena Zettl, Rüdersdorf

Max. Anzahl Teilnehmende: 15

 

Workshop

Ist Symptomlinderung genug? Förderung von Aktivität und Teilhabe als multprofessioneller Auftrag

Zeitraum: 9:00 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
In diesem multiprofessionellen Workshop beleuchten wir die Bedeutung von Aktivität und sozialer Teilhabe für Patient:innen und deren Zugehörige. Wir zeigen den Unterschied von berufsgruppenspezifischen versus personenzentrierten Zielsetzungen und deren Auswirkungen auf die individuelle Lebensqualität von Patient:innen auf. Zudem stellen wir befähigende Therapieansätze als wichtige Unterstützung einer frühzeitigen Integration von Palliative Care vor.
Expert:innen aus der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie geben ausgewählte praxisnahe Einblicke:
– Physiotherapie: Training bei fortgeschritenen Tumorerkrankungen und Knochenmetastasen
– Ergotherapie: Bedeutungsvolle Betätigungen und Handlungskompetenz bei Menschen mit Demenz
– Logopädie: Sprechen, Schlucken und Genuss bei neurodegenerativen Erkrankungen
Abgerundet wird der Workshop durch interaktive Fallbeispiele, Reflexionsübungen und einer „Meet the Expert“-Runde für Fragen und Diskussionen.

Lernziele:
– Verständnis für die Bedeutung von Behandlungsansätzen jenseits der Symptomlinderung

– Befähigung zur Setzung von personenzentrierten Zielsetzungen
– Wissen um die Möglichkeiten und Potenziale von Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie in der Hospiz- und Pallia􀆟vversorgung im gesamten Verlauf von Erkrankungen

Zielgruppen:
Der Workshop steht allen Berufsgruppen offen.

Workshopleiter:innen: Laurie Assenbaum, Freiburg; Verena Brütsch, Freiburg; Brigitte Loder-Fink, Graz; Annette Vogt, Aichbach

Max. Anzahl Teilnehmende: 30 Personen

 

Seminar

Onkologie für Nicht-Onkolog:innen: Grenzen der hämatologischen und onkologischen Therapie gestern und heute

Zeitraum: 9:00 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
Einen Überblick über das hochdynamische Feld der Hämatologie und Onkologie zu verschaffen, ist das Ziel dieses Seminars. Es richtet sich an in der Palliativmedizin Tätige, die nicht primär onkologisch arbeiten. Seit 11 Jahren begleitet dieses Angebot den DGP-Kongress. In 2024 kam der Wunsch von Kongressteilnehmenden auf, dieses Angebot als Seminar für eine größere Teilnehmeranzahl zu öffnen.
Wir würden uns freuen, das Workshop-Format entsprechend anzupassen.
Es geht um die Vermittlung von Basiswissen zu Therapieansätzen und -modalitäten, von der Biologie bis zur Prognose, um die Konsequenzen für die Patient:innen und ihre individuellen Krankheitsverläufe in der Hämatologie und Onkologie besser zu verstehen und palliative Versrogungs und Unterstützungsangebote an diese Entwicklungen anzupassen. Erfahrene Referent:innen werden die neuen Entwicklungen exemplarisch an einzelnen Entitäten darstellen sowie über übergeordneten Konzepte sprechen. Dabei werden die Teilnehmenden interaktiv einbezogen, um Unsicherheiten zu überbrücken und interprofessionelle Grenzen zu überwinden.

Lernziele:
– Die Teilnehmenden bringen sich unterstützend in multimodale Therapiekonzepte ein.
– Die Teilnehmenden kennen die Unterschiede zwischen den medikamentösen Therapieformen: Zytostatika („Chemo“), Antikörper, Kinasehemmer. Immuncheckpointinhibitoren.
–  Die Teinehmenden können die Grundprinzipien von Zelltherapien benennen.
– Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten Formen der Strahlentherapie und deren neue Entwicklungen.

Zielgruppen:
Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte; offen für alle mit medizinischen Grundkenntnissen.

Workshopleiter:innen: Christina Gerlach, Heidelberg; Anne Letsch, Kiel

Max. Anzahl Teilnehmende: 100 Personen

 

Seminar

Psychiatrie für Nicht-psychiatrische Fachpersonen

Zeitraum: 9:00 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
Jeder 20. Mensch leidet an einer schweren psychischen Erkrankung. Aus der Praxis ist bekannt, dass dies die Fachpersonen der Hospiz- und Palliativversorgung vor Herausforderungen stellt. Dieser Workshop bietet eine Einführung zum Umgang mit Menschen, die neben einer schweren somatischen Erkrankung an einer schweren psychischen Erkrankung, wie Schizophrenien, Demenzen, Abhängigkeitserkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen leiden. Im Workshop sollen fallbasiert Schwierigkeiten und hilfreiche Strategien für die Arbeit in der Palliativversorgung herausgearbeitet werden.

Lernziele:
– Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Psychiatrie und Palliativversorgung reflektieren
– Grundlagen der Psychopathologie und Diagnostik kennenlernen
– psychopharmakologische und andere biologische Behandlungsmöglichkeiten kennenlernen
– Umgang mit herausforderndem interaktionellen Verhalten (Suizidalität; Eigen- oder Fremdgefährdung, „manipulatives Verhalten“) kennenlernen und erproben
– eigene Haltung reflektieren und entwickeln

Zielgruppen:
Alle im direkten Patientenkontakt in der Palliativversorgung-tätigen Fachpersonen (insbesondere Pflegefachpersonen und Ärzt:innen, Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen, Komplementärtherapeut:innen).

Workshopleiter:innen: Sascha Weber, Aachen; Anna Westermair, Basel; Caroline Wolf, Reichenau; Urs Münch, Berlin

Max. Anzahl Teilnehmende: 40 Personen

 

Seminar

Neurologische Erkrankungen in der Palliativversorgung – Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten

Zeitraum: 9:00 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
Neurologische Erkrankungen spielen eine zunehmende Rolle in der Palliativversorgung – sowohl aufgrund ihrer Prävalenz als auch wegen ihrer komplexen Symptomatik und psychosozialen Auswirkungen. In dieser vierteiligen Seminarreihe werden die Krankheitsbilder ALS, Multiple Sklerose, Schlaganfall und Hirntumoren aus interprofessioneller Perspektive praxisnah aufbereitet. Für jedes Thema stellen erfahrene Referierende zehn essenzielle Punkte vor, die Palliativteams kennen sollten – mit Fokus auf Symptomkontrolle, Kommunikation, psychosoziale Aspekte und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Ergänzt durch interaktive Elemente wie Fallbeispiele und Diskussionen bietet das Seminar konkrete Impulse für den Versorgungsalltag und stärkt die Handlungssicherheit in der Betreuung neurologisch erkrankter Patient:innen.

Begrüßung und Einführung mit Neurologische Erkrankungen – eine stille Pandemie?
10 Dinge, die Palliativteams wissen sollten über:
ALS – (Alexander Kowski)
Multiple Sklerose (Heidrun Golla)
Schlaganfall (Anna-Christin Willert, Co-Leitung des Seminars)
Hirntumore (Marcel Kamp)

Lernziele:
– Die Teilnehmenden entwickeln ein Grundverständnis für Verläufe und spezifische Herausforderungen neurologischer Erkrankungen in der Palliativversorgung
– Die Teilnehmenden erkennen typische Symptome und psychosoziale Bedarfe bei ALS, MS, Schlaganfall und Hirntumoren
-Die Teilnehmenden kennen konkrete Handlungsstrategien zur Symptomkontrolle und Kommunikation bei neurologischen Patient:innen im palliativen Kontext

Zielgruppen:
Das Seminar richtet sich an alle Berufsgruppen, die in der spezialisierten oder allgemeinen Palliativversorgung tätig sind – insbesondere an Ärzt:innen, Pflegekräfte, Therapeut:innen, Sozialarbeitende und psychosoziale Fachkräfte.

Workshopleiter:innen: Alexander Kowski, Berlin

Max. Anzahl Teilnehmende: 75 Personen

 

Halbtages-Workshops (9:00 – 11:30 Uhr)

Workshop

Kommunikation bei Therapieentscheidungen

Zeitraum: 9:00 – 11:30 Uhr

Kurzbeschreibung:
Im palliativen Behandlungskontext kommen Situationen, an denen über das Fortschreiten der Erkrankung, begrenzte Lebenszeit und über das Sterben und den Tod gesprochen werden sollte. Situationen, die für Fachpersonen selbst nach jahrelanger Erfahrung eine Herausforderung sein können. Eine Herausforderung dabei ist, klar sowie transparent zu sein und dennoch Hoffnung oder Fürsorge zu vermitteln. In einem praxisorientierten Workshop wollen wir uns dieser Situation stellen und Fertigkeiten vermitteln, diese Herausforderung besser zu bewältigen. Gerne können Fälle aus der eigenen Praxis einbezogen werden. Praktisches Üben steht in diesem Workshop im Vordergrund.

Lernziele:
Reflexion der Bedeutung einer guten Kommunikation und Vermittlung kommunikativer Fertigkeiten beim Gespräch zum Lebensende

Zielgruppen:
Alle an Kommunikation interessierte Fachpersonen, sei es ärztlich, pflegerisch oder in anderen Bereichen tätig.

Workshopleiter:innen: Alexander Wünsch, Bern

Max. Anzahl Teilnehmende: 16 Personen

 

Workshop

Bedürfnisse von Angehörigen strukturiert erkennen und aufgreifen: ein Werkzeugkoffer für die Praxis

Zeitraum: 9:00 – 11:30 Uhr

Kurzbeschreibung:
Angehörige spielen eine zentrale Rolle in der Versorgung und Begleitung von Patient:innen – ihre Bedürfnisse jedoch werden häufig nur situativ wahrgenommen. Der Workshop zeigt, warum eine strukturierte und wiederholte Erfassung dieser Bedarfe sinnvoll ist und wie sie durch praxisnahe Tools umgesetzt werden kann, ohne die intuitive, erfahrungsbasierte Gesprächsführung zu ersetzen.
Im Mittelpunkt stehen der KOMMA- und der CAREPAL-Ansatz, die die Teilnehmenden im Workshop nicht nur kennenlernen, sondern auch praktisch erproben: In Kleingruppen und Übungen reflektieren sie ihre Eindrücke und sammeln erste Erfahrungen im Umgang mit den Tools. Gemeinsam werden konkrete Ideen zur Implementierung für verschiedene Arbeitskontexte der Teilnehmenden entwickelt – inklusive möglicher Barrieren und Erfolgsfaktoren.
Methodisch-didaktisch setzt der Workshop auf einen Wechsel aus fachlichem Input, interaktivem Austausch, Kleingruppenarbeit und Übungen anhand konkreter Fallbeispiele und eigener Erfahrungen.
Hinweis zur Durchführung: Der Workshop wurde inhaltlich und methodisch gemeinsam konzipiert und wird gemeinsam durchgeführt von Dipl.-Soz. Anneke Ullrich, Palliativmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, und Ass. Prof. Dr. Christiane Kreyer, Department Pflegewissenschaft und Gerontologie, UMIT Tirol.

Lernziele:
– Die Teilnehmenden verstehen die Relevanz strukturierter Bedürfniserfassung bei Angehörigen
– Die Teilnehmenden kennen den KOMMA- und CAREPAL-Ansatz und ihre Einsatzmöglichkeiten
– Die Teilnehmenden gewinnen durch praktisches Ausprobieren und Reflexion persönliche Eindrücke zu beiden Ansätzen
– Die Teilnehmenden haben Ideen zur Implementierung in verschiedenen Praxisfeldern

Zielgruppen:
Alle Berufsgruppen.

Workshopleiter:innen: Christiane Kreyer, Tirol; Anneke Ullrich, Hamburg

Max. Anzahl Teilnehmende: 25 Personen 

 

Workshop

Palliativdienst stärken – Strukturen schaffen, Wirkung entfalten

Zeitraum: 9:00 – 11:30 Uhr

Kurzbeschreibung:
Palliativdienste sind entscheidende Strukturen, um in stationären Versorgungseinrichtungen der Akut-Medizin zeitgerecht den Bedürfnissen nach Symptomlinderung bei unheilbaren Erkrankungen zu entsprechen – aktuell ist die Umsetzung gleichzeitig von vielen Herausforderungen begleitet. Der Workshop gibt einen praxisnahen Einblick in den Aufbau und die Weiterentwicklung multiprofessioneller Palliativdienste im Krankenhaus. Im Zentrum stehen konkrete Gelingensbedingungen, Strukturmerkmale, Finanzierungsmodelle und innerklinische Vernetzung. In Kleingruppen werden typische Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Die Teilnehmenden reflektieren eigene Erfahrungen, erhalten Material, Checklisten und Argumentationshilfen für den klinischen Alltag. Ziel ist es, tragfähige Strukturen für einen leistungsfähigen und nachhaltigen Palliativdienst zu identifizieren.
Gestaltet wird der Workshop durch Dres. Cathleen Thätner und Wiebke Nehls.

Lernziele:
– Benennung von Indikationen und Aufgaben eines multiprofessionellen Palliativdienstes
– Kenntnis zentraler Strukturmerkmale und Gelingensbedingungen für die Implementierung

Zielgruppen:
Fach- und Führungskräfte aller Professionen in der Palliativversorgung, insbesondere aus dem stationären Bereich.

Workshopleiter:innen: Wiebke Nehls, Berlin; Cathleen Thätner, Berlin

Max. Anzahl Teilnehmende: 25

 

Workshop

Entrustable Professional Activities – ein praxisorientiertes, didaktisches Konzept der Aus- und Weiterbildung für alle in der Palliativversorgung tätigen Berufsgruppen?

Zeitraum: 9:00 – 11:30 Uhr

Kurzbeschreibung:
Entrustable Professional Activities (EPAs | Anvertraubare Professionelle Tätigkeiten) wurden entwickelt, um den Einstieg in den Berufsalltag in Form sinnvoller, komplexer Tätigkeiten zu erlernen, anstatt sich in kleinteiligen Lernzielen zu verlieren.
In der medizinischen Aus- und Weiterbildung gewinnen EPAs zunehmend an Bedeutung, aber auch für andere Berufsgruppen gibt es vielversprechende Ideen. In der Bildungskommission der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin wurden in einem ersten Schritt EPAs für die Ärztliche Weiterbildung erarbeitet. Dieser Workshop soll ein erster Schritt sein, EPAs auch für andere in der Palliativversorgung tätige Berufsgruppen zu entwickeln und zu verknüpfen. Er richtet sich an Lehrende und Lernende aller Berufsgruppen.

Lernziele:
– Teilnehmende sollen sich mit dem didaktischen Konzept der Entrustable Professional Activities (EPAs) vertraut machen (Impulsvortrag, Diskussion)
– Die bisher entwickelten EPAs für die Ärztliche Weiterbildung Palliativmedizin werden vorgestellt (Anwendungsbeispiel)
– Ideen für die Ausgestaltung von EPAs für weitere Berufsgruppen werden erarbeitet (interaktives Format)

Zielgruppen:
Lehrende, Lernende und Lehrinteressierte aller Berufsgruppen.

Workshopleiter:innen: Alexandra Scherg, Bremen; Silana Harder, Berlin

Max. Anzahl Teilnehmende: 25 Personen

 

Workshop

Therapeutische Körpermusik am Lebensende – Raum für Freude, Verbundenheit und mitfühlende Resonanz inmitten von Allem

Zeitraum: 9:00 – 11:30 Uhr

Kurzbeschreibung:
In der Palliative Care sehen wir in der Regel auf den Körper, als etwas, was Leid versursacht und was allen Beteiligten und insbesondere den betroffenen Menschen selbst schmerzlich erlebte Grenzen aufzeigt. Musik hören, über Musik sprechen aber ganz besonders auch verkörperte Musik können das „Total pain“ Erleben, am Lebensende nicht lösen, dennoch können bestimmte Spielweisen therapeutischer Körpermusik in einen heilsamen Raum führen. In diesem Raum können wir, in welcher Rolle wir im „Grenzland“ auch sind, Schwingung und Verbundenheit über sprachliche, körperliche oder religiöse Barrieren hinweg erleben. Diese Momente der Resonanz werden auch als „Now Moments“ bezeichnet. In dem Halbtagesseminar lade ich sie ein, in die nährende und heilsame Wirkung von Musik insbesondere von therapeutischer Körpermusik zu tauchen. Die „Zutaten“ der Körpermusik sind Spielen, Rhythmus, Liedersingen in Verbindung mit leichter, sanfter Bodypercussion, Ruhen und Teilen von innerem Erleben. Jede® ist willkommen, der (die)Interesse und Freude an Musik hat unabhängig von musikalischer Vorerfahrung.

Lernziele:
– Musik in ihren verschiedenen Facetten als Kraftquelle, menschliche Urerfahrung und Meisterin von Übergängen zu realisieren
– Die Bedeutung von Musik auf dem Hintergrund der eigenen Biographie reflektieren
– Diese Qualität in den Kontext der Palliative Care stellen Ermutigen, den eigenen Körper als Instrument beleben unabhängig von Vorerfahrungen und unabhängig von körperlichen oder anders erlebten Einschränkungen

Zielgruppen:
Der WS ist für alle offen, die offen für Musik im Kontext von Palliative Care sind unabhängig von subjektiv gefühlter Musikalität, Vorbildung oder körperlicher Grenzen.

Workshopleiter:innen: Martina Baumann, Heidelberg

Max. Anzahl Teilnehmende: 20 Personen

 

Workshop

Seelsorge/Spiritual Care für konfessionsfreie/konfessionslose Menschen durch Seelsorgende mit konfessionellen Hintergrund – Grenzgang, Grenzüberschreitung oder Brücke über Grenzen?

Zeitraum: 9:00 – 11:30 Uhr

Kurzbeschreibung:
Methodik/Didaktik: Kurzvortragsimpulse/Erfahrungsaustausch/Übungen
Kurzbeschreibung Workshop:
Ende 2024 gab es lt.Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) erstmals mehr konfessionsfreie Menschen (47 Prozent) als Mitglieder der beiden großen Kirchen zusammen (45 Prozent). Professionelle Seelsorge/Spiritual Care in der Palliativversorgung hat hingegen nach wie vor überwiegend einen konfessionellen Hintergrund (hinsichtlich spezialisierter Ausbildung und Beauftragung). Wie kann auf diesem Hintergrund eine umfassende und angemessene Spiritual Care geleistet werden, denn alle haben einen grundsätzlichen Anspruch auf spirituelle Betreuung und Begleitung (Leitsatz 2 der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland).
Der Workshop möchte die erforderlichen Haltungen verdeutlichen und einüben sowie anhand der Entwicklung eines Abschiedsrituals für Menschen ohne religiöse oder konfessionelle Bindung die Übersetzungsarbeit aus traditionellen Ritualen erproben,
Der Workshopleiter war 21 Jahre in teamintegrierter Krankenhausseelsorge (Palliativversorgung und Geriatrie) im Land Brandenburg tätig. Die Angebote von Seelsorge und Spiritual Care wurden weitgehend auch von konfessionsfreien/konfessionslosen Menschen (in städtischen Raum inzwischen deutlich über 80 % der Bevölkerung) gern angenommen.(Um eine Co-Leitung des Workshops durch einen Vertreter des Humanistischen Verbandes würde ich mich bei Aufnahme des Workshops in das Kongressprogramm bemühen.)

Lernziele:
– Spiritual Care ist Haltung
– Spiritual Care ist bedingungslose Zuwendung zum Gegenüber und orientiert sich an Bedürfnissen, Bedarfen und Gegebenheiten des Gegenübers
– Spiritual Care ist Beziehungsgeschehen
– Spiritual Care vermag zwischen unterschiedlichen Wirklichkeitssichten und Erfahrungswelten zu übersetzen

Zielgruppen:
Mitarbeitende aller Berufsgruppen in der Palliativversorgung, Betroffene und Zugehörige.

Workshopleiter:innen: Johannes Albrecht, Rosengarten

Max. Anzahl Teilnehmende: 25 Personen

 

Halbtages-Workshops und -Seminare (12:30 – 15:00 Uhr)

Workshop

Trauer und Lebendigkeit im Körper, Körperbasierte Zugänge zu emotionaler
Ko-Regulation in der Palliativversorgung

Zeitraum: 12:30 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
In diesem körperbasierten Workshop erforschen die Teilnehmenden, wie sich Trauer und Lebendigkeit gleichzeitig im Körper zeigen können – und wie durch Bewegung, Begegnung und kreatives Gestalten wieder Verbindung zu sich selbst und anderen entstehen kann.
Ausgehend von kunst- und bewegungstherapeutischen Ansätzen werden konkrete Methoden zur emotionalen Ko-Regulation vermittelt: Mit Hilfe von einfachen Bewegungssequenzen, Partner*innenübungen und Körperumrisszeichnungen (Body Outline) entsteht ein geschützter Raum für Wahrnehmung, Ausdruck und Resonanz.
Der Workshop richtet sich an alle, die mit Trauernden oder schwerkranken Menschen arbeiten und körperorientierte Werkzeuge kennenlernen möchten, um auch dort Halt zu geben, wo Worte fehlen. Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Empfindungen wahrzunehmen, sich vorsichtig in Begegnung zu begeben und aus der gemeinsamen Bewegung heraus neue Perspektiven auf Prozesse von Erstarrung, Wandlung und Mitgefühl zu entwickeln.
Methodisch steht eine erfahrungsbasierte Herangehensweise im Mittelpunkt – mit Übungen, die zwischen Spannungszuständen und Fluss, Festigkeit und Weichheit, Nähe und Abgrenzung changieren. Körper, Sprache, Gestaltung und Reflexion greifen dabei ineinander.

Lernziele:
-Körperliche Selbst- und Fremdwahrnehmung im Kontext von Trauerprozessen stärken
-Zugang zu bewegungs- und gestaltungsbasierten Methoden der emotionalen Ko-Regulation erhalten
-Eigene Handlungsspielräume im Umgang mit Ambivalenz (z. B. Schmerz und Lebendigkeit) erweitern
-Gruppenprozesse nutzen zur sozialen Resonanz und emotionalen Integration

Zielgruppen:
Der Workshop richtet sich an alle Berufsgruppen in der Palliativversorgung – insbesondere an psychosozial und therapeutisch Tätige (z. B. Kunsttherapeut*innen, Psycholog*innen, Pflegekräfte, Sozialarbeiter*innen), die körperorientierte Ansätze in ihre Praxis integrieren möchten. Offen für alle, die Trauerprozesse nicht nur sprachlich begleiten wollen.

Workshopleiter:innen: Samuel Duvoisin, Dresden

Max. Anzahl Teilnehmende: 25 Personen

 

Workshop

Jung. Engagiert. Bleiben. – Nachwuchs finden und fördern in der Hospiz- und Palliativversorgung

Zeitraum: 12:30 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
Die Zukunft der Hospiz- und Palliativversorgung hängt maßgeblich davon ab, wie es gelingt, Nachwuchs für diesen besonderen Arbeitsbereich zu gewinnen, zu begleiten und zu halten.In diesem interaktiven Workshop bringen wir Erfahrungswissen und junge Perspektiven zusammen: In Tandemgesprächen berichten zu Beginn junge und erfahrene Kolleg:innen aus verschiedenen Berufsgruppen von ihren beruflichen Wegen und ihrem Einstieg in die Hospiz- und Palliativversorgung. Im Anschluss werden die vorgestellten Erfahrungen offen im Plenum diskutiert, um Gemeinsamkeiten, Herausforderungen und Fördermöglichkeiten sichtbar zu machen. Hiernach stellen wir ein innovatives Mentoring-Programm der DGP-Landesvertretung Hamburg vor, das Nachwuchskräfte gezielt begleitet – praxisnah, multiprofessionell und auf Augenhöhe. Hierbei soll ebenfalls auf persönliche Erfahrungen eingegangen und gemeinsam diskutiert werden, inwiefern ähnliche Programme auch in anderen Regionen oder Kontexten etabliert werden könnten. Im zweiten Teil erarbeiten die Teilnehmenden im Format eines World Cafés und ganz im Sinne eines Citizen-Science-Ansatzes gemeinsam und strukturiert u. a. Herausforderungen, Gelingensbedingungen und Ideen für eine nachhaltige Nachwuchsförderung in der Hospiz- und Palliativversorgung in der DACH-Region. Die gesammelten Ergebnisse werden systematisch dokumentiert und allen Teilnehmenden im Nachgang des Workshops aufbereitet zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, praxisnahe Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen und ein gemeinsames Bewusstsein für die Nachwuchsförderung zu stärken.

Lernziele:
– Erfolgsfaktoren für gelungene Nachwuchsförderung identifizieren

– Perspektivenwechsel: junge und erfahrene Kolleg:innen im Austausch
– Best-Practice-Beispiele (z. B. Mentoring-Programm) kennenlernen
– Eigene Ideen zur Nachwuchsgewinnung und -bindung entwickeln
– Impulse zur Übertragung in das eigene Team / die eigene Einrichtung erhalten

Zielgruppen:
Der Workshop ist offen für alle Berufsgruppen in der Hospiz- und Palliativversorgung – besonders geeignet für: Auszubildende, Studierende, Berufseinsteiger:innen; Leitungsverantwortliche und erfahrene Mitarbeitende, die sich für Personalentwicklung und Nachwuchsförderung engagieren wollen.

Workshopleiter:innen: Florian Bernhardt, Münster

Max. Anzahl Teilnehmende: 25 Personen

 

Workshop

Mehr als Ernährung: Geschmack und Duft als Ressource in palliativer Lebensphase

Zeitraum: 12:30 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
Geschmack und Geruch ermöglichen vielfältige Genusserlebnisse. Sie sind Teil der Lebensqualität in der palliativen Lebensphase. Was tun, wenn Essen und Trinken stark reduziert sind oder durch Krankheitssymptome als unangenehm erlebt werden? Oder wenn bei beginnender Mundsorge keine Vorlieben und Abneigungen bekannt sind und der Sterbende sich nicht mehr mitteilen kann?
Wie können Fachkräfte und Angehörige frühzeitig erfragen, welche Geschmacks- und Geruchserlebnisse Ressourcen für den sterbenden Menschen sind? Wie lässt sich vorausschauend verhindern oder im Verlauf anpassen, wenn bestimmte Gerüche und Geschmäcker Symptome verstärken, Aversionen oder belastende biografische Erlebnisse triggern? Wie können diese Informationen dokumentiert oder als Teil des Advanced Care Planning angesprochen werden? Der Workshop besteht aus einem Kurzvortrag, praktischen Übungen in 3 Kleingruppen sowie Auswertung und Diskussion im Plenum.

Lernziele:
– Schmecken, Riechen und biografische Erinnerungen als hochwirksame Ressource im
Palliativkontext erleben
– Neurobiologische Hintergründe, praktische Handhabung und palliative
Einsatzmöglichkeiten kennen
– Praktische Anleitungen für zielorientierte essbiografische Erhebungen und
für Genusserlebnisse im palliativen Kontext erhalten, auch zur Anleitung von An- und
Zugehörigen sowie im Ehrenamt

Zielgruppen:
Haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte im palliatven und hospizlichen Bereich, die wissenschaftlich fundiert Geschmacks- und Geruchserlebnisse rund um Lebensmittel sowie essbiografische Fragen nutzen möchten.

Workshopleiter:innen: Stefanie Seling-Stoll, Köln; Maria Bullermann-Benend, Cappeln; Sabine Schulz, Bielefeld; Ruth Rieckmann, Köln

Max. Anzahl Teilnehmende: 25 Personen

 

Workshop

Selbstfürsorge in der Palliativversorgung – Achtsamkeit, Haltung und kleine Schritte für den Alltag

Zeitraum: 12:30 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
Die Arbeit in der Palliativversorgung ist erfüllend, aber auch emotional und körperlich herausfordernd. Selbstfürsorge ist daher nicht Luxus, sondern eine wesentliche Voraussetzung, um langfristig gesund, präsent und professionell begleiten zu können.
Im Workshop werden praxisnahe Zugänge zur Selbstfürsorge vermittelt, die im beruflichen Alltag umsetzbar sind. Neben kurzen theoretischen Impulsen stehen Selbsterfahrung, Übungen und der kollegiale Austausch im Vordergrund.
Folgende Inhalte erwarten Sie:
• Bedeutung von Selbstfürsorge als professioneller Schutzfaktor
• Achtsamkeit und Körperwahrnehmung als Basis
• Umgang mit Belastungsgrenzen und Schuldgefühlen
• Mikro-Interventionen für den Alltag (z. B. Atemübungen, Mini-Pausen, innere Distanz)
• Entwicklung einer persönlichen Selbstfürsorge-Strategie

Lernziele:
Die Teilnehmenden erhalten konkrete Impulse und kleine Übungen, die sich auch in einen dichten Arbeitsalltag integrieren lassen. Ziel ist es, die eigene Haltung zu stärken und Wege für einen bewussteren Umgang mit den eigenen Ressourcen zu finden

Zielgruppen:
Alle Berufsgruppen in der Palliativversorgung, die ihre Selbstfürsorgepraxis vertiefen und neue Anregungen für den Arbeitsalltag mitnehmen möchten.

Workshopleiter:innen: Elisabeth Jentscke, Würzburg

Max. Anzahl Teilnehmende: 25 Personen

 

Workshop

Diversitätssensible Hospizarbeit und Palliative Care – Reflexionen für eine gerechtere Praxis

Zeitraum: 12:30 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
Hospizlich-palliative Begleitung begegnet vielfältigen Lebensrealitäten – und damit auch struktureller Ausgrenzung und Ungleichheiten. Doch oft werden diese nicht bewusst wahrgenommen oder aktiv verändert.
Der Workshop lädt die Teilnehmenden durch angeleitete Übungen, Kleingruppengespräche und Reflexionsimpulse daher dazu ein, sich mit eigenen Erfahrungen von Privilegierung, Ausgrenzung und Unsicherheit auseinanderzusetzen. Gemeinsam werden Ideen entwickelt, wie Benachteiligung und ungleiche Machtverhältnisse im beruflichen Alltag sensibler wahrgenommen und Vielfalt aktiver gefördert werden kann. Erfahrungen aus der Praxis mit Menschen mit Behinderung und Menschen mit Migrationsgeschichte fließen in den Workshop ein.

Lernziele:
– reflektieren die Bedeutung von Vielfalt, struktureller Benachteiligung und gesellschaftlicher Machtverhältnisse in der hospizlich-palliativen Arbeit
– erkennen eigene Prägungen, Vor-Urteile und Unsicherheiten im Umgang mit Vielfalt
– erhalten Einblicke in Praxiserfahrungen

Zielgruppen:
Professionelle aus dem Gesundheitswesen, Ärzt*innen, Fachkräfte aus Pflege, Sozialarbeit, Psychologie, Seelsorge und andere Berufsgruppen in der hospizlich-palliativen Versorgung – mit Interesse an einer vertieften Auseinandersetzung mit Vielfalt, Teilhabe und Gerechtigkeit.

Workshopleiter:innen: Mara Kaiser, Freiburg; Anna Tonzer, Freiburg

Max. Anzahl Teilnehmende: 25 Personen

 

Seminar

Psychologische Interventionen am Lebensende – Patient:innen und Angehörige palliativpsychologisch unterstützen und begleiten

Zeitraum: 12:30 – 15:00 Uhr

Kurzbeschreibung:
Palliativpsychologische Interventionen können das Belastungserleben von Patient:innen am Lebensende und deren An- und Zugehörige reduzieren, existenzielle Verzweiflung lindern und auch Todeswünsche in den Hintergrund treten lassen. Das Methodenspektrum unterscheidet sich von der herkömmlichen psychotherapeutischen und zum Teil auch auch psychoonkologischen Herangehensweise/Arbeitsweise. Systemische, sowie sinn- und würdezentrierte Interventionen erscheinen in diesem Setting als besonders geeignet und hilfreich. Hier sollen Kolleg:innen einen Einblick in palliativpsychologisches Arbeiten erhalten und spezifische psychologische Interventionen für die Arbeit am Lebensende kennenlernen.

Lernziele:
– Verständnis, Rollen und Aufgaben der Palliativpsychologie
– Wissen über palliativpsychologische Konzepte und Arbeitsweisen
– Kennenlernen psychologischer Interventionen, die im palliativen Setting geeignet sind
– Austausch über Möglichkeiten und Grenzen der Palliativpsychologie

Zielgruppen:
Psycholog:innen, Ärzt:innen, Psychoonkolog:innen, Sozialarbeiter:innen/Sozialpädagog:innen, Pflegende mit entsprechendem Interesse, andere therapeutische Berufsgruppen in palliative Care.

Workshopleiter:innen: Ricarda Scheiner, München

Max. Anzahl Teilnehmende: 60 Personen

 

Seien Sie in Freiburg dabei!

Hier finden Sie alle Informationen zur Anmeldung: